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| | Volver Zurückkehren€ 5.27 Volver - Zurckkehren DV.
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Volver - Zurückkehren
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| | | | Tante Paulas Haus ... mich hat der Film an Federico Garcia Lorcas "Bernarda Albas Haus" erinnert, denn auch in diesem Theaterstück stehen die Frauen im Mittelpunkt der Darstellung...
Almodovar hat die Tragikomödie "Volver" in der Gegend Zentralspaniens angesiedelt, in der er seine Kindheit verbrachte. In der Mancha herrscht ein tückischer Ostwind, der den Leuten den Verstand zu rauben scheint. Raimunda (Penelope Cruz) und ihre Schwester Sole kehren gelegentlich in ihr Heimatdorf zurück, um das Grab ihrer Eltern zu pflegen und um nach der verwirrten Tante Paula zu sehen, die immer noch dort lebt. Dort treffen sie auch auf Agustina, die die Nachbarin der Tante und eine Freundin von früher ist.
Nach der Rückkehr nach Madrid holt der Alltag Raimunda schnell ein. Sie muss quasi rund um die Uhr arbeiten, um ihre Familie durchzubringen, denn ihr Mann Paco ist arbeitslos und verbringt den ganzen Tag auf der Couch. Eines Tages kehrt Raimunda von der Arbeit zurück und trifft auf ihre völlig verstörte 14-jährige Tochter, die Paco erstochen hat, weil er versucht hat, sie zu vergewaltigen. Der Tote wird rasch zur Seite geschafft und Raimunda wird unverhofft zur Restaurantchefin, da sie die Restaurantschlüssel des Nachbarn aufbewahren soll, der auf der Suche nach einem neuen Pächter ist und dringend nach Barcelona muss.
Als auch noch Tante Paula stirbt, wird das Chaos komplett, denn Raimunda kann nicht einmal zur Beerdigung (sie muss sich ja um Paco kümmern) und ihre Schwester Sole bringt auch noch die vor vier Jahren verstorbene Mutter mit nach Hause...
Was für ein turbulenter, in jeglicher Hinsicht überbordender, farbiger Film, in dem es um die Schatten der Vergangenheit, um Liebe und Tod und vor allem um Frauen geht. Dabei stehen nicht "Stars" im Mittelpunkt, sondern ganz normale Frauen, die den harten Alltag meistern müssen. Die Figuren agieren zeitweise recht "überdreht", was aber zur besonderen Ästhetik der Almodovar-Filme gehört. Die umwerfend aussehende Penelope Cruz wird reichlich in Szene gesetzt, was sicherlich viele männliche Zuseher freuen wird ;).
Der Film überzeugt durch lebendige und ausgesprochen farbige Szenen, in denen der Zauber der traditionellen Denkweisen in der Mancha - mit all ihrem Geisterglauben etc. - in den Alltag im hektischen Madrid getragen wird.
Unbedingt ansehen!
| | Laaaangweeeeiiilig Dieser Film war für eine sogenannte "dramatische" Komödie einer der langweiligsten und unkomischsten Filme die ich jemals gesehen habe. Und dabei hatte ich so viel Lob vorher über ihn gehört. Es gibt eine total belanglose Handlung mit verwirrendem Inhalt, keinerlei Spannung und keine witzigen Elemente.
Der Film ist einfach nur Zeitverschwendung fürs breite Publikum.
| Frauen aus La Mancha Spanische Frauen wie die rassige Raimunda (Penelope Cruz) müssen schon eine ganz besondere Spezies sein: mit drei verschiedenen Jobs am Rande der Vollauslastung, der Mann arbeitslos, die Tochter gerade in der Pubertät und Schwester Sole (Blanca Portillo) betreibt illegal einen Friseursalon im eigenen Bad zwischen Toilette und Badewanne. Zu allem Überfluss fällt schließlich der gestressten Senora auch noch eine Leiche in die Hände, die ordnungsgemäß aus Platzmangel in einem Kühlschrank deponiert werden muss. Und auch Mutter Irene (Carmen Maura), zu der die temperamentvolle Dame kein gutes Verhältnis hatte, verabschiedet sich ins Jenseits. Das heißt nicht so ganz, denn es gibt noch ein ungelöstes Familiengeheimnis, das für einigen Trubel sorgt. So kehrt die rüstige Dame als Geist in Form einer russischen Aushilfe für das Friseurgewerbe noch einmal zu ihren beiden Töchtern zurück, um sich mit ihnen zu versöhnen. Ein unbändiger Lebenswille und heißblütiges spanisches Temperament, das sich selbst dem Tod nicht fügt: So sind sie eben, die Frauen aus La Mancha.
Wohlgeformte und üppige Weiblichkeit, leckeres Essen, spanische Folklore und eine sehr komplexe Geschichte voller magischer Einfälle über drei Frauengenerationen, die finstere Schatten ihrer Vergangenheit aufarbeiten: Pedro Almodovar führt den Zuschauer in dieser pechschwarzen und bitterbösen Tragikomödie in seine Heimat, in die von dunklem Aberglauben und mystischen Geistergeschichten geprägte La Mancha südlich von Madrid, zu seinen Wurzeln zurück. Mit Respekt und Witz schildert er in melancholisch-irrationaler Atmosphäre die Traditionen, Sitten und Gebräuche der Menschen dieser Region. Es ist ein Film über Liebe und Tod sowie die etwas "andere" Familie, die auf sich allein gestellt nur aus femininer Grazie besteht. Eine schrille und extrovertierte Hommage an die Schönheit der Frauen, mit all ihren Temperament, Verständnis, Geheimnissen und Abgründen, die sie in sich bergen und die Solidarität, die sie füreinander empfinden. Almodovar zeichnet jede einzelne Frauenfigur individuell verschieden, aber jede von ihnen erscheint trotz der verborgenen moralischen Abgründe sympathisch und voller pulsierender, unbesiegbarer Lebensfreude. Während er einst noch "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruches" bebilderte, haben diese illustren Damen des 21. Jahrhunderts alles im Griff. Egal was das Schicksal auch bereithält. Der Lidstrich und die wilde Turmfrisur sitzen immer, wenn sie aktiv werden. Sie entwickeln stets eine unbändige emanzipatorische Kraft, ob dass nun im Job beim Putzen, beim frenetischen Wuseln auf dem Dorffriedhof, beim Kleintransporter fahren, beim Servieren im Restaurant oder beim Leichenrecycling inklusive Kühlschrank mit Spitzhacke und Spaten nächtens im Wald ist. Männer als Protagonisten werden in dieser Welt Almodovars zu kleinen Abstechern degradiert bzw. werden vor vollendete Tatsachen gestellt, laufen im wahrsten Sinne des Wortes ins offene Messer, erfahren nebenbei am Telefon, dass ihr Restaurant gekapert wurde und reichen allenfalls noch für einen kleinen Flirt an der Durchreiche aus. In Volver sieht man die Frauen vor dem maskulinen Machismo nur so flüchten. Auffallend ist dabei wie Almodovar seine sinnliche Muse Cruz, die genau wie die vorzüglich spielende Carmen Maura erstmals nach Jahren der Abstinenz zu ihm vor die Kamera zurückkehrte, mit applausträchtigen Einstellungen ihres sensationellen Dekolletees (das dann auch schon mal aus der Vogelperspektive beim Abwasch abgefilmt wird), ihrer sanften Augen und den femininen Rundungen in figurbetonter Mode überzeichnend in Szene setzt. Weiblichkeit als Pracht in allen Farben, die in unmissverständlichen Dialogen mit klaren Worten ohne Euphemismen auskommt. Aber auch nuancierte Interieurs kommen nicht zu kurz. Es ist ein leicht-lockerer Film mit einer geschlossenen Ensembleleistung zwischen schmunzelnder Ironie und flamboyantem Melodram, mit subtil gesetzten Pointen, grotesken Übertreibungen und einigen Klischees, der ziemlich direkt und schonungslos ist und dennoch einige tiefergehende moralisierende Momente entfaltet. Gegensätzliche Extreme scheinen sich einander zu bedingen. Unter dem metaphysischen Übersinnlichen schimmert die Sehnsucht nach Bindung ans Irdische durch. Mit der Erkenntnis, dass eine Frau ohne eine intakte Beziehung zu ihre Mutter unvollkommen ist. Passend untermalt wird das Ganze von einem verspielten stimmigen Soundtrack von Alberto Iglesias.
| | Leute, angucken! Ich habe den Film schon dreimal gesehen und finde immer wieder neue Details, die mich begeistern. Vor allem im Spiel von Penelope Cruz, die hier zum ersten Mal wirklich (meine Meinung) zeigt, was in ihr steckt. Und natürlich ist der Regisseur genial, wenn er diese tolle Geschichte erzählt, die gleichzeitig tragisch, sehr warmherzig und eben auch immer wieder komisch ist. Leute, angucken!
| Die Schöne und die Kühltruhe Nun habe ich mir den kompletten Inhalt nochmal in der deutschen Wikipedia durchgelesen; so ganz verstehe ich die Zusammenhänge immer noch nicht. Einige wichtige, zurückliegende Ereignisse werden auch nur erzählt, nicht gespielt, und das fast am Ende des Films. Was man jedenfalls sieht: Jemand steht von den Toten auf und krabbelt aus dem Kofferraum, um anschließend in einem Privat-Friseursalon auszuhelfen. Nun gut.
Der Film wirkt mit betörenden, schlichten Bildern aus der Provinz und Vororten "sehr spanisch" und "sehr un-hollywood". Das genießt man gern über 120 Minuten. Penelope Cruz ist zum Fast-Niederknien, wenn ich auch den permanent lustmolchigen Kamerablick auf ihr Dekolletee und den künstlich ausstaffierten Hintern übertrieben finde. Dennoch fehlt ihr etwas zur Diva, zur Magnani oder Loren, zumindest in diesem Film, sie ist einen Tick zu nüchtern, zu undramatisch.
Regisseur Almodóvar zeigt weitere sehr eindrucksvolle, spröde Frauengesichter, die, gelinde gesagt, nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, darunter Carmen Maura, Lola Dueñas, Planca Portillo und Yohana Cobo. Männer spielen keine Rolle, und wenn sie doch mal aufmucken, enden sie im Gefriergerät.
Die drastischen, teils übersinnlichen Ereignisse werden undramatisch gezeigt und von den Handelnden relativ trocken registriert. Und auch beim Betrachter entstehen kaum Emotionen.
Meine Lieblingsszene: Raimunda (Cruz) singt in der Kneipe den melancholischen Tango "Volver" und wird von zwei Gitarren und ein wenig Rhythmusklatschen begleitet; sehr schön, sehr spanisch, wieder mal sehr sinnlich, selbst wenn sie nur die Lippen zum Gesang von Estrella Morente bewegt.
Diese Besetzung, diese Kulisse, dieser Stil mit einer *realistischen* Handlung - das wäre es gewesen.
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